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Blutspende-Aufkommen dramatisch eingebrochen!

13.03.2017

Claudia Müller

Die Situation gleicht der des vergangenen Jahres - der Frühling mit seinen Feiertagen ist noch nicht da und das Blutspende- Aufkommen sinkt schon wieder dramatisch! Bereits seit Wochen schrumpfen die benötigten Vorräte an Blutkonserven – doch mit Karnevals- und Grippezeit fällt die Zahl der Blutspenden quasi in den Keller. Bestimmte Blutgruppen, wie alle Rhesus negativen und die Blutgruppe 0, können täglich nicht mehr in den benötigten Mengen an die Krankenhäuser abgegeben werden.

 „Täglich sind wir auf rund 3.500 Blutkonserven zur Versorgung der Patienten in den Kliniken angewiesen. Seit einigen Wochen fehlen uns aber jeden Tag bis zu 20 Prozent zur Bedarfsdeckung", betont Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienst West. „Von einem Vorrat an Blutkonserven kann keine Rede mehr sein – diesen sollte es aber geben, um auf unvorhergesehene Ereignisse angemessen und zeitnah reagieren zu können“, so Küpper weiter. Hinzukommt, dass die anstehenden Ferien traditionell die Blutspendezahlen belasten. Deshalb der Aufruf an die Bevölkerung, jetzt Blut zu spenden! Während der Osterferien werden einfach zu viele Blutspender verreisen. Rückkehrer aus bestimmten Urlaubsregionen müssen außerdem beim Blutspenden erst einmal pausieren. Wer sich zum Beispiel in einem Land mit Malaria-Risiko aufgehalten hat, darf erst nach sechs Monaten wieder Blut spenden.

 Blutspender sind Lebensretter. Etwa 4,6 Millionen Vollblutspenden werden pro Jahr in Deutschland entnommen. Mit einer einzigen Blutspende kann bis zu drei schwerkranken oder verletzten Menschen geholfen werden Eine Vielzahl von Patienten verdankt ihr Leben fremden Menschen, die ganz uneigennützig beim Roten Kreuz Blut gespendet haben. Neben Unfallopfern oder Herz-Kreislaufpatienten sind vor allem Krebspatienten auf Blutpräparate angewiesen.

Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren, der sich gesund fühlt. Bei der ersten Blutspende seines Lebens sollte man nicht älter als 67 Jahre alt sein. Zur Blutspende bitte immer einen amtlichen Lichtbildausweis mitbringen. Männer dürfen sechs Mal und Frauen vier Mal innerhalbvon zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden müssen 56 Tage liegen.

Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen beantwortet. Informationen gibt es natürlich immer auch online unter www.blutspendedienst-west.de.

 

BILDER ZUM BEITRAG

KOMMENTARE ZUM BEITRAG

Lothar Zecher 13.04.2017, 18:55 Uhr

Ein großes Lob an die vielen Damen, die freundlich und agil im Anschluss an die Spende für Kaffee, Kuchen, Limo, Sprudel, Brot mit Aufschnitt etc. sorgen!!!
Leider sind die Damen und Herren Ärzte genau das Gegenteil!!! Sehr oft mürich, unhöflich, uninteressiert, unfreundlich - ja gerade so, als ob sie sich von uns Spendern belästigt fühlen! Wenn sich das bzw. die nicht ändern, werden wir nicht mehr beim DRK spenden!!!

Gudrun Sternickel 07.04.2017, 13:10 Uhr

Mein Mann und ich gehen schon länger regelmäßig und gerne zum Blutspenden, da wir mit der Spende helfen wollen. Leider nerven uns auch die oft langen Wartezeiten an den einzelnen Stationen (Anmeldung, Arzt, usw.) Besonders lästig ist das jedes mal aufs neue Ausfüllen des Bogens. Und jetzt kommt auch noch die Vorlage des Personalausweises hinzu. Trotz der Unannehmlichkeiten werden wir weiter unser Blut spenden.

Günter Nest 30.03.2017, 20:45 Uhr

Die Möglichkeit einer ständigen Blutspende würde ich begrüßen. Ich würde auf jeden Fall so oft wie möglich zur Blutspende gehen.

Barbara Wesser 25.03.2017, 12:48 Uhr

Guten Tag, bei jedem dieser Appelle bezüglich mangelnder Blutspenden habe ich mir gedacht das es viel angenehmer für die Spender wäre, wenn z. B. in GM oder anderen Orten im Oberbergischen eine ständige Möglichkeit der Blutabgabe vorhanden wäre.
Aus verschiedenen Gründen halte ich es mittlerweile für ungünstig nur alle paar Wochen fixe Termine anzubieten, die viele berufstätige Menschen garnicht wahrnehmen können aus verschiedenen Gründen. Da sollte sich das Rote Kreuz anpassen und wie z. B. in Köln am Neumarkt eine ständige Spende-Möglichkeit einrichten. Alternativ könnten in den Krankenhäusern Spende-Möglichkeiten eingerichtet werden, die täglich besetzt sind!
Persönlich sind mir die auch längeren Wartezeiten bei den Blutspendeaktionen unangenehm und halten mich von der Spende ab. Freundliche Grüsse Barbara

Bipe 25.03.2017, 10:32 Uhr

Aus Münster weiß ich, dass die Blutspender einen
Restaurant-Gutschein für ihre Spende bekommen.
Könnte doch sein, dass sowas Spender anzieht?
Einen Versuch wäre es vielleicht wert?

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