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Dein Typ ist gefragt!

11.06.2019

Claudia Müller

Am Freitag, 14. Juni, feiern wir zum sechzehnten Mal den Weltblutspendertag zu Ehren aller Menschen, die freiwillig und unentgeltlich Blut spenden. Hintergrund des ausgewählten Datums (14. Juni) ist der Geburtstag von Karl Landsteiner.

Der 1868 geborene Mediziner entdeckte 1901, dass es unterschiedliche Blutgruppen gibt und legte damit den Grundstein für die moderne Transfusionsmedizin. Bei jeder Blutspende und bei jeder Bluttransfusion spielt die Blutgruppe (englisch: blood type) eine besondere Rolle. Wenn Blutkonserven bestimmter Blutgruppen fehlen, fällt das unangenehm auf. Genauso wie das Weglassen von Buchstaben (englisch: type). Fehlende Blutgruppen, fehlende Buchstaben führen zur Kampagne „#missingtype - Erst wenn’s fehlt, fällt‘s auf“. Zahlreiche Unternehmen lassen rund um den Weltblutspendertag die Blutgruppen-Buchstaben A, B und O mal weg. So machen sie deutlich, wie sehr wir uns darauf verlassen, dass immer alle Typen vorhanden sind.
 
Dabei ist die Blutspende-Entwicklung besorgniserregend. Vor zehn Jahren konnten wir uns beim DRK-Blutspendedienst West über 471.413 aktive Blutspender freuen, die im Schnitt mindestens zweimal im Jahr Blut gespendet haben. 2018 waren es nur noch 367.573 (minus 22 Prozent). Noch dramatischer ist der Rückgang bei den Erstspendern. Vor zehn Jahren wagten 82.684 Menschen in NRW, in Rheinland-Pfalz und im Saarland die erste Blutspende ihres Lebens, 2018 nur 58.944 (minus 29 Prozent).
 
Wir appellieren deshalb an alle Blutspender und die, die noch keine Blutspender sind. Um die Versorgung schwerkranker Patienten zu sichern, sind Blutspenden aller Blutgruppen unverzichtbar. Jeder Typ ist gefragt!
 
Was passiert bei einer Blutspende?
Bei einer Blutspende spendet man einen halben Liter Blut. Wer Blut spenden möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und sich gesund fühlen. Die obere Altersgrenze liegt bei 75 Jahren; für Erstspender bei 68.
Zum Blutspendetermin bitte unbedingt den Personalausweis mitbringen.

Vor der Blutspende werden Körpertemperatur, Puls, Blutdruck und Blutfarbstoffwert überprüft. Im Labor des Blutspendedienstes folgen Untersuchungen auf Infektionskrankheiten. Jeder Blutspender erhält einen Blutspendeausweis mit seiner Blutgruppe.

Die eigentliche Blutspende dauert etwa fünf  bis zehn Minuten. Danach bleibt man  noch zehn Minuten lang ganz entspannt liegen. Zum angenehmen Abschluss der guten Tat lädt das Rote Kreuz zu einem leckeren Imbiss ein. Zwischen zwei Blutspenden ist ein Mindestabstand von acht Wochen erforderlich.

BILDER ZUM BEITRAG

KOMMENTARE ZUM BEITRAG

Abdelhakim 20.06.2019, 20:50 Uhr

017657934241

gilbert jahn 11.06.2019, 15:29 Uhr

Der Beitrag erklärt mir, was ich beim ersten Mal als ich die Beschriftung ohne die Buchstaben O,A,B sah für einen eher angenehmen Witz empfand und bin sicher, das Aufklärung in der Bevölkerung Not tut, wie das eigene Blut einem anderen Menschen mit der gleichen Blutgruppe und Merkmalen erst richtig helfen kann.

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