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DRK leistet Hilfe für notleidende Bevölkerung auf den Philippinen

11.11.2013

Friedrich-Ernst Düppe

Ein verheerender Taifun mit Windstärken von bis zu 230 Kilometern in der Stunde traf am Freitag, 8. November 2013, auf die drei Provinzen Leyte, Samar und Capiz der Philippinen. Es ist wohl einer der stärksten Wirbelstürme, die jemals auf Land trafen. Die Region ist ohnehin eine der ärmsten der Philippinen. Die Lage ist dramatisch: Nach UN-Angaben sind 9,5 Millionen Menschen, also zehn Prozent der Bevölkerung der Philippinen betroffen. Die Provinzhauptstadt von Leyte, Tacloban City, gilt als zu 80 % zerstört.

Die Menschen sind größtenteils von der Außenwelt abgeschnitten, Straßen sind unpassierbar, See- und Flughäfen sind stark beschädigt, Strom- und Telefonnetze sind zusammengebrochen.

Die Überlebenden haben ihre Häuser mit allem Hab und Gut verloren. Es fehlt am Lebensnotwendigen: Wasser, Nahrung, medizinische Hilfe.

Kritisch ist vor allem die Versorgung mit Trinkwasser, denn nach drei Tagen ohne Flüssigkeitszufuhr besteht Lebensgefahr für die Betroffenen.

Aktivitäten des Roten Kreuzes

Die internationale Rotkreuzhilfe ist angelaufen. Mit seiner Schwestergesellschaft, dem Philippinischen Roten Kreuz, steht das DRK in engem Kontakt. Die internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften koordiniert die nationalen Hilfsangebote.

Ein erster Hilfskonvoi wurde auf den Weg gebracht. Er besteht aus drei Trankfahrzeugen, die jeweils 10.000 Liter Trinkwasser in Tacloban verteilen. Gleichzeitig versorgen Rotkreuzhelfer vor Ort Taifun-Opfer mit Nahrungsmitteln, Wasser, Moskitonetzen und Hygieneartikeln, leisten Erste Hilfe und unterstützen die Suche nach Vermissten.

Außerdem stellt das DRK dringend benötigte Hilfsgüter für rund 50.000 vom Taifun betroffene Menschen (10.000 Familien) bereit. Bei diesen Gütern handelt es sich um Küchensets, Schlafmatten, Hygieneartikel und Decken

Das DRK konnte sehr schnell reagieren, da es seit 2008 mit einer eigenen Delegation auf den Philippinen vertreten ist. Drei DRK-Delegierte sowie 15 lokale Kräfte arbeiten in drei DRK-Projektbüros. Nach der Katastrophe wurde ein zusätzlicher Delegierter auf die Philippinen entsandt, um die Lage zu erkunden und die Hilfsmaßnahmen des DRK vor Ort zu koordinieren.

Selbstverständlich werden auch die DRK-Blutspendedienste Hilfe leisten, wenn diese vor Ort benötigt wird. Wir stehen hierzu in enger Abstimmung mit dem DRK-Generalsekretariat. Vorrangig benötigt werden derzeit aber andere Hilfslieferungen. Blutspenden für die Philippinen sind derzeit nicht erforderlich.

Das DRK ist dringend auf Spenden für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen angewiesen: Spendenkonto: 41 41 41, Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00, Stichwort: Wirbelsturm.

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