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Heute Rechnungswesen, morgen Flüchtlingshilfe

02.11.2015

Claudia Müller

Ansgar Müller arbeitet hauptberuflich im Rechnungswesen im Zentrum für Transfusionsmedizin Hagen des DRK-Blutspendedienstes West. Ehrenamtlich ist er Kreisrotkreuzleiter im DRK-Kreisverband Hagen. Und in dieser Funktion schon seit Februar stark in die Flüchtlingshilfe eingebunden. Er spricht von Gästen, die er willkommen heißt, deren Transfer und Aufenthalt in Hagener und in anderen DRK- Notunterkünften er begleitet. Am vergangenen Wochenende machte sich Ansgar Müller, der nicht nur das Rechnungswesen beherrscht, sondern auch ausgebildeter Rettungsassistent ist, als Leiter eines vierköpfigen Teams auf den Weg nach Passau. Die Aufgabe war, einen Flüchtlingszug von Passau nach Hannover zu begleiten. Das Bayrische Rote Kreuz bekommt mittlerweile bundesweit Unterstützung von DRK-Gliederungen, da die Flüchtlingshilfe sonst nicht zu leisten wäre.

Das Team des DRK Hagen brach am Freitag nachmittag nach Passau auf. Nach einer Zugfahrt über Köln, Frankfurt, Nürnberg traf Ansgar Müller mit seinen drei Kollegen in Passau ein und hatte noch die Gelegenheit, sich mit dem Team aus dem DRK-Kreisverband Herford-Land auszutauschen.

Es folgten Besprechungen mit Vertretern der Bundespolizei, der DB Sicherheit und den Schaffnern. Danach begann das DRK-Team, Lunchpakete und Wasser für die Flüchtlinge in den Zug zu bringen. Die Bundespolizei kümmerte sich um den Einstieg von 445 Menschen, die zum großen Teil aus Afghanistan, dem Iran, dem Irak und aus Syrien kamen. Die Nachtfahrt nach Hannover startete um 23 Uhr. Ansgar Müller: "Ein paar Personen waren gesundheitlich beeinträchtigt, brauchten aber keine akute Behandlung. Den Fahrgästen waren die lange Flucht und die anstrengenden Tage allerdings deutlich anzusehen. Die meisten sind kurz nach Fahrtbeginn eingeschlafen." Die achtstündige Fahrt von Passau nach Hannover verlief ohne Zwischenfälle.

Am Sonntagmorgen organisierte Angar Müller in Hannover mit den Abschnittsleitern der Bundeswehr und des DRK Hannover den Ausstieg der Flüchtlinge. Sie wurden kurz ärztlich überprüft und in eine Sammelstelle gebracht.

Ansgar Müller fuhr mit seinem Team nach Hagen zurück. Und saß am Montagmorgen wieder am Schreibtisch im Rechnungswesen beim DRK-Blutspendedienst.
Doch so ein Wochenende wirkt nach. Müller: "Die Koordination zwischen Bundespolizei, Bundeswehr, Deutscher Bahn und Rotem Kreuz fiel ja in meinen Aufgabenbereich. Ich freue mich sehr, dass das gut gelungen ist und wir diesen Einsatz erfolgreich abschließen konnten."

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