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Neuer Spenderfragebogen erklärt!

13.12.2017

Gregor Fischer

"Mit dem neuen Spenderfragebogen habt ihr jetzt einen langjährigen Blutspender weniger!" - solche Kommentare lesen wir in letzter Zeit häufiger im Blog. Seitdem die überarbeitete Version des neuen Spenderfragebogens verpflichtend auf allen Blutspendeterminen eingeführt wurde, äußern einige Blutspender Unmut und Verunsicherung. Zu persönlich seien die Fragen, zu überzogen die Sicherheitsmaßnahmen. Viele Blutspender wünschen sich mehr Transparenz. Diesem Wunsch wollen wir gerne nachkommen.

Update: Wir haben die Fragen durch erläuternde Hinweise ergänzt, die in knapper Form die Auswirkungen der ja/nein-Antworten auf die Spendefähigkeit verdeutlichen sollen. Wir hoffen, dass so die Orientierung bei der Lektüre der kommentierten Version leichter fällt. Die hinzugefügten Hinweise sind kursiv und in Klammern geschrieben. 

Neuer Spenderbogen zum Download verfügbar!

Einer der häufigsten Kritikpunkte ist, dass der neue Spenderfragebogen vorab nicht zum Download zur Verfügung stand. Einige Blutspender haben das Bedürfnis, sich vorab mit den neuen Fragen vertraut zu machen, bevor sie sich auf den manchmal langen Weg zum Blutspendetermin machen. Dieser Wunsch ist vollkommen verständlich und wir freuen uns, ihm nun nachzukommen.

Ab sofort steht ein Muster des neuen Spenderfragebogens hier zum Download bereit: Neuer Spenderfragebogen (Muster)

Den alten Spenderfragebogen gibt es zum Vergleich ebenfalls zum Download: Alter Spenderfragebogen (Muster)

Aber warum kommt die Download-Möglichkeit erst jetzt? Als Blutspendedienst haben wir volles Verständnis für den Wunsch nach Transparenz. Wir wollen dem Spender den Fragebogen auch nicht vorenthalten. Langjährige Erfahrung aber zeigt, dass leicht Missverständnisse entstehen. Trotz Download muss der Spenderfragebogen nach wie vor vor Ort bei der Blutspende ausgefüllt werden! Der Spender muss sich unmittelbar vor dem Blutspenden mit den Fragen auseinandersetzen und sie wahrheitsgemäß beantworten. Auch wenn das Ausfüllen zuhause vielleicht Zeit bei der Anmeldung spart, es ist Teil des Konzeptes hinter dem Fragebogen, sich direkt vor der Blutspende auf die Beantwortung der Fragen zu konzentrieren.

Das Feedback zum neuen Spenderfragebogen zeigt, dass viele Spender die einzelnen Fragen besser verstehen wollen und sich mehr Transparenz wünschen. Im Folgenden haben wir deshalb die Fragen aus dem Bogen noch einmal einzeln aufgeführt und kommentiert. Wir hoffen damit, die teilweise komplexen medizinischen Hintergründe einzelner Fragen besser verständlich machen zu können. Außerdem wollen wir so Missverständnisse und Unklarheiten aus dem Weg räumen.

Kommentierter Spenderfragebogen

Gemäß Richtlinie Hämotherapie der Bundesärztekammer und des Paul-Ehrlich-Institutes sind vor jeder Spende mittels eines Fragebogens und einer persönlichen Befragung der Gesundheitszustand und relevante Vorerkrankungen des Spenders zu ermitteln. Dies kann zur Identifizierung und zum dauerhaften Ausschluss oder zur zeitlich begrenzten Rückstellung von Personen beitragen, deren Spende mit einem Gesundheitsrisiko für sie selbst oder mit dem Risiko einer Krankheitsübertragung auf andere verbunden sein könnte. Grundsätzlich gilt für die Blutspende das Prinzip "Sicher ist sicher". Um die Risiken zu minimieren, wenden wir deshalb verschiedene Werkzeuge an, zu denen auch der Spenderfragebogen gehört. Das Ziel des Spenderfragebogens ist die Vorbereitung auf das vertrauliche Arztgespräch. Der ausgefüllte Fragebogen gibt dem Arzt Hinweise darauf, wo er Rückfragen an den Spender stellen muss. Dabei geht es sowohl um den Schutz der Empfänger einer Blutspende, als auch ganz konkret um den Schutz des Spenders, der vor dem Arzt sitzt. Dabei unterliegt der Arzt der Schweigepflicht. Alles, was auf dem Spenderfragebogen steht oder mit dem Arzt besprochen wird, bleibt streng vertraulich.

Es folgen die kommentierten Fragen aus dem überarbeiteten Spenderfragebogen des DRK Blutspendedienst West:

 

1.

Fühlen Sie sich krank oder sind Sie krankgeschrieben?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Haben Sie heute schon gegessen und getrunken?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Wiegen Sie mindestens 50 kg?

(eine Spende ist bei einem Körpergewicht unter 50 kg nicht möglich)

Die Fragen zum Einstieg sollen klären, ob der Spender sich in einer geeigneten Verfassung für die Blutspende befindet. Spender, die sich krank oder nicht fit fühlen, sollten zum eigenen Schutz von einer Spende absehen, bis sie sich besser fühlen. Allerdings schließt nicht jede Arbeitsunfähigkeit eine Blutspende aus. Im Zweifelsfalle hilft eine vorherige Klärung über unsere gebührenfreie Hotline. Das Mindestgewicht von 50 kg soll sicherstellen, dass der Spender auch über genügend Blut verfügt, um davon etwas abgeben zu können.

 

2. Hatten Sie in der letzten Woche

einen unkomplizierten Infekt (z. B. Schnupfen, Erkältung, Harnwegsinfekt) ohne Fieber,

eine zahnärztliche Behandlung oder professionelle Zahnreinigung,

eine Verletzung oder einen kleinen operativen Eingriff?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Diese Fragen dienen der Klärung, ob ggf. Krankheitserreger im Blut vorhanden sein können. Bei manchen zahnärztlichen Eingriffen ist es völlig normal, dass vorübergehend Bakterien aus der Mundschleimhaut in die Blutbahn gelangen. Einem Gesunden macht das nichts aus, schließlich hat er ein funktionierendes Abwehrsystem. In einer Blutkonserve jedoch können sich Bakterien rasch vermehren und somit zu einer Bedrohung für den Transfusionsempfänger werden. Das gilt auch für Verletzungen und kleinere Eingriffe, bei denen z. B. eine gestörte Wundheilung auf einen Infekt hindeuten kann.

 

3. Hatten Sie in den letzten 4 Wochen Durchfall, anhaltende Bauchschmerzen, Erbrechen, eine Entzündung oder Fieber? 

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Hier werden gesundheitliche Störungen angesprochen,deren Krankheitserreger über das gespendete Blut den Patienten gefährden könnten.

 

4. Waren Sie in den letzten 4 Monaten im Krankenhaus, beim Arzt oder beim Heilpraktiker?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Hier handelt es sich um eine Sammelfrage, bei der der Arzt vor Ort Hinweise bekommen kann, dass er an der einen oder anderen Stelle nochmals weiter fragen muss. Jede Behandlung kann darauf hindeuten, dass durch eine Blutspende der Spender oder der Empfänger Schaden nehmen könnte.

 

5. Haben oder hatten Sie eine oder mehrere der folgenden Erkrankungen (ggf. unterstreichen):

Herz- oder Gefäßerkrankung (z. B. Thrombose, Herzrhythmusstörung, Schlaganfall, Herzinfarkt),

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Nervenerkrankung (z. B. Epilepsie),

(meist ist in solchen Fällen eine Rückstellung von der Spende notwendig)

Erkrankung von Haut, Blut, Lunge (z. B. Asthma), Leber, Niere, Magen oder Darm; chronische Erkrankungen wie Allergien, Zuckerkrankheit,

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Tumor (z. B. Krebs)?

(meist ist in solchen Fällen eine Rückstellung von der Spende notwendig)

Grundsätzlich sind Blutspenden bei schweren, besonders bei chronischen Erkrankungen nicht vertretbar. So dürfen beispielsweise Menschen mit schweren Herz-/Kreislauferkrankungen kein Blut spenden, da sich eine Blutspende negativ auf das Wohlbefinden auswirken kann. Beispiel Herzinfarkt: Ein Mensch hat vor fünf Jahren einen Herzinfarkt erlitten, diesen aber mittlerweile gut überstanden. Er fühlt sich gesund und voller Tatendrang. Ein plötzlicher Blutdruckabfall als Reaktion auf den durch die Blutspende erlittenen Blutverlust kann aber akut zu einem Sauerstoffmangel am Herzmuskel führen und ggf. einen neuen Infarkt auslösen. Auch ein epileptischer Anfall kann durch eine Blutspende ausgelöst werden, wenn der Spender ein entsprechendes Risiko hat.

Diese Fragen dienen also in allererster Linie der Erkennung von Risiken für den Spender, weniger für den Empfänger. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie diese Fragen unbedingt wahrheitsgemäß beantworten, denn auch Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen!

 

6. • Ist Ihnen schon einmal gesagt worden, dass Sie kein Blut spenden dürfen?

(eine Bejahung dieser Frage zieht nicht zwingend eine Rückstellung von der Spende nach sich)

Hat es bei einer früheren Blutentnahme / Blutspende Komplikationen gegeben?

(eine Bejahung dieser Frage zieht nicht zwingend eine Rückstellung von der Spende nach sich)

Spenden Sie auch in anderen Blutspende-Einrichtungen?

(eine Bejahung dieser Frage zieht nicht zwingend eine Rückstellung von der Spende nach sich)

Diese Fragen zielen darauf ab, in Erfahrung zu bringen, ob es früher bereits Gründe gegeben hat, wegen derer der Spender zurückgestellt werden musste. Die Frage nach der Spende bei anderen Blutspende-Einrichtungen soll sicherstellen, dass Blutspender die notwendigen Wartezeiten zwischen den einzelnen Blutspenden einhalten. Es kommt leider immer wieder vor, dass Blutspender aus fehlgeleitetem Enthusiasmus innerhalb kürzester Zeit in verschiedenen Einrichtungen spenden und ihre eigene Gesundheit gefährden.

 

7. Konsumieren Sie Rauschmittel oder Medikamente missbräuchlich?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Das missbräuchliche Konsumieren von Rauschmitteln oder Medikamenten kann einen Ausschlussgrund für die Blutspende darstellen. Generell sollen Blutspender vor der Spende keinen Alkohol getrunken oder andere Drogen konsumiert haben.
Die Einnahme von Medikamenten kann zudem Einfluss auf die Eigenschaften des Blutes nehmen oder zu Komplikationen bei der Entnahme führen. Alle Angaben, die Sie beim Arzt machen unterliegen jedoch der Schweigepflicht und werden nur zwischen Ihnen und dem Arzt diskutiert.

 

8. Werden Sie in den nächsten 12 Stunden Tätigkeiten in Beruf oder Hobby ausüben, die Sie oder andere gefährden könnten (z. B. Personenbeförderung, Tätigkeit mit Absturzgefahr oder erheblicher körperlicher Belastung)?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Nach einer Blutspende können sich Spender schwach fühlen und möglicherweise für einen begrenzten Zeitraum nicht die gewohnte körperliche Leitungsfähigkeit erbringen. Oft unterschätzen Blutspender auch ihr eigenes Befinden nach der Spende. Die meisten Tätigkeiten des Alltags lassen sich jedoch problemlos erledigen. Diese Frage richtet sich deshalb eher an Menschen, die im Beruf Personen befördern, schwere Maschinen bedienen oder Extremsportarten ausführen wollen. Für Freizeitsportler gilt: Am Tag / Abend nach der Blutspende möglichst keine sportliche Betätigung „bis an die Grenze“ oder gar Wettkämpfe!

 

9. Nur für Frauen:

Sind Sie schwanger oder stillen Sie?

(in solchen Fällen ist immer eine Rückstellung von der Spende notwendig!)

Waren Sie jemals schwanger?

Wenn ja, wann zuletzt?

(Diese Angaben benötigen wir, um entscheiden zu können, ob ggf. weiterführende Laboruntersuchungen notwendig sind. Eine Blutspende ist aber im Allgemeinen problemlos  möglich)

Wenn Sie schwanger sind, brauchen Sie und Ihr Kind das Blut nötiger als jeder andere! Und auch während der Stillzeit sind die Reaktionen des Organismus auf plötzlichen Blutverlust unvorhersehbar. Die Frage nach früheren Schwangerschaften und dem Datum der letzten Schwangerschaft ermöglicht es dem Blutspendedienst, spezielle Laboruntersuchungen aus dem gespendeten Blut vorzunehmen, die der Sicherheit des Transfusionsempfängers dienen (Ausschluss von Antikörpern, die durch eine Schwangerschaft entstanden sein können und nicht der Frau, wohl aber dem Transfusionsempfänger schaden können).

 

10. Wurde bei Ihnen jemals

eine Leberentzündung („Gelbsucht“), z. B. Hepatitis A, Hepatitis B oder Hepatitis C festgestellt?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

eine Infektion mit HIV (AIDS) oder HTLV nachgewiesen?

(in solchen Fällen ist immer eine Rückstellung von der Spende notwendig!)

Solche Infektionskrankheiten können durch Blut übertragen werden, daher kommt eine Blutspende leider nicht in Frage.

 

11. • Hatten Sie in den letzten 4 Monaten eine Akupunktur?

(Falls ja ist eine Blutspende bis zum Ablauf der genannte Frist nicht möglich)

Haben Sie sich in den letzten 4 Monaten tätowieren lassen oder einer anderen

Maßnahme unterzogen, die Haut oder Schleimhaut verletzt wie Ohrlochstechen, Piercing, Implantationen, Cutting, Branding, permanentes Makeup?

(Falls ja ist eine Blutspende bis zum Ablauf der genannte Frist nicht möglich)

Manche dieser Maßnahmen gehen leider mit einem gewissen Infektionsrisiko einher z. B. durch unzureichend sterilisiertes Material. Besonders die infektiöse Gelbsucht (Hepatitis) kann so übertragen werden. Zwar ist dies nicht sehr häufig, aber sicher ist sicher. Eine Dauersperre ist nicht erforderlich, aber ein zeitlicher Abstand von vier Monaten, damit eine eventuelle Infektion im Labor auch sicher erkannt werden kann, muss eingehalten werden (siehe hierzu auch die Erläuterungen zu Frage 16).

 

12. Haben Sie in den letzten 4 Monaten mit einer Person in einem Haushalt gelebt, bei der eine Leberentzündung (Hepatitis) festgestellt wurde?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Wenn Sie diese Frage mit „ja“ beantworten, schließt Sie das nicht grundsätzlich von der Spende aus. Der Arzt vor Ort wird jedoch nach Einzelheiten fragen, um mögliche Infektionsrisiken besser erkennen zu können.

 

13. Sind Sie in den letzten 4 Monaten in Berührung mit Blut einer anderen Person gekommen, z. B. über die Schleimhaut (auch Auge) oder durch eine Verletzung mit einem Instrument (z. B. Injektionsnadel)?

(Falls ja ist eine Blutspende bis zum Ablauf der genannte Frist nicht möglich)

Siehe hierzu auch die Erläuterungen zu Frage 11.

 

14. Haben Sie innerhalb der letzten 2 Jahre Blutübertragungen (rote Blutkörperchen, Blutplättchen, Blutplasma – auch Eigenblut) erhalten?

(Falls Sie eine Fremdbluttransfusion innerhalb der letzten 4 Monate erhalten haben, ist eine Blutspende leider nicht möglich, nach Ablauf dieser Zeit hingegen schon)

Wenn Sie Blutübertragungen bekommen haben, ist es nicht auszuschließen, dass Sie Antikörper gegen Blutgruppeneigenschaften des Spenders entwickelt haben. Das schadet Ihnen zwar nicht, muss aber bei der Übertragung von Blut berücksichtigt werden, daher wird in solchen Fällen eine spezielle Diagnostik im Labor veranlasst.

 

15. Hatten Sie in den letzten 4 Monaten eine Operation, eine Gewebetransplantation, eine Endoskopie (z. B. Magen-, Blasen-, Darm- oder Gelenkspiegelung), eine Katheteranwendung oder wurde Ihnen Gewebe entnommen (Biopsie)?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Eine Sammelfrage ähnlich wie unter Frage 4. Manche Operationen weisen auf Grundkrankheiten hin, mit denen eine Spende aus Gründen des Spenderschutzes nicht vereinbar ist. Manche Eingriffe hingegen können Infektionsrisiken bergen ähnlich der Akupunktur oder der Tätowierung, können also auch ein Risiko für den Transfusionsempfänger bergen. Eine Gewebeentnahme kann auf eine Tumorerkrankung hinweisen. Auch in solchen Fällen ist eine Spende bis zum Ausschluss einer bösartigen Erkrankung nicht möglich.

 

Über den Sexualverkehr können Infektionen, wie z. B. HIV oder Hepatitis, übertragen werden. Direkt nach der Ansteckung mit HIV und / oder Hepatitis kann ein Spender ohne es zu wissen infiziert sein und durch sein Blut den Empfänger der Spende anstecken. Leider können Labortests eine Infektion zum Teil erst bis zu 4 Monate nach der Ansteckung nachweisen. Daher schützen Sie mit Ihrer ehrlichen Antwort die Empfänger Ihrer Spende.

16. Hatten Sie in den letzten 4 Monaten Sexualverkehr

mit einer neuen Partnerin / einem neuen Partner?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

mit einer Person, die eine schwere Infektionskrankheit (z. B. AIDS oder Hepatitis) hat oder haben könnte?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

für den Sie Geld oder andere Leistungen (Unterkunft, Drogen) bezahlt haben?

(Falls ja ist eine Blutspende bis zum Ablauf der genannte Frist nicht möglich)

Nur für Frauen: mit einem bisexuellen Mann? ja nein

(Falls ja ist eine Blutspende bis zum Ablauf der genannte Frist nicht möglich)

Haben Sie schon einmal Geld oder andere Leistungen (z. B. Drogen) für Sexualverkehr erhalten?

(Falls ja ist eine Blutspende bis zum Ablauf der genannte Frist nicht möglich)

Nur für Männer: Hatten Sie schon einmal Sexualverkehr mit einem anderen Mann?

(Falls ja ist eine Blutspende bis zum Ablauf von 12 Monaten nicht möglich)

Viele Menschen haben bei dieser Frage die erste Empfindung, dass solche intimen Details niemanden etwas angehen. Diese Einschätzung ist weit verbreitet, aber nicht zutreffend. Infektionskrankheiten wie AIDS oder Hepatitis werden vor allem durch Sexualkontakte übertragen und auch Blutspender können sich auf diesem Wege angesteckt haben. Manche Spender wissen gar nicht, wie sie selbst infiziert werden können oder welches die konkreten Risiken sind. Daher ist es unbedingt notwendig, im Rahmen der ärztlichen Spenderzulassung eventuelle Risiken klar und vor allem unmissverständlich anzusprechen. Sie können sicher sein, dass Ihre Angaben zu diesen Fragen mit dem höchstmöglichen Maß an Vertraulichkeit behandelt werden. Die Empfindung, solche Fragen habe es im alten Spenderfragebogen nicht gegeben ist dabei nicht zutreffend: Bereits in der früheren Version wurden Spender gefragt, ob sie zu einer der genannten Risikogruppen gehören. Da aber die wenigsten Menschen sich ehrlich einer Risikogruppe zuordnen würden, war es notwendig, die Fragen direkter und drastischer zu formulieren. Dass diese Fragen jetzt im Sinne der Zielsetzung von den Angesprochenen verstanden werden, zeigt, dass es notwendig war, diese Themen direkter und offener anzusprechen, als das bisher der Fall war. Die Blutspendeeinrichtungen in Deutschland sind sich bewusst, dass diese Fragen manchem Spender unangenehm sein können. Doch auch hier gilt das Motto "Sicher ist sicher". Natürlich werden alle Blutkonserven getestet, eine sehr frische Infektion kann aber in manchen Fällen erst einige Wochen nach der Infektion nachgewiesen werden. Daher ist es von größter Bedeutung, zusätzlich zur Testung, auch nach Risiken für sexuell übertragbare Infektionskrankheiten zu fragen. Bitte bedenken Sie: Rein rechnerisch wird jeder zweite Mensch im Laufe seines Lebens eine Bluttransfusion benötigen. Sollte dies bei Ihnen oder einem nahen Angehörigen der Fall sein, werden Sie zu Recht erwarten, dass der entsprechende Spender ebenso sorgfältig und unmissverständlich befragt wurde wie Sie als Spender.

 

17. Haben Sie schon einmal Drogen gespritzt oder geschnupft?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Drogenkonsum kann verschiedenste Hinweise geben. Intravenöser Drogenkonsum kann Infektionsrisiken bergen, andere Drogen können z. B. mit Persönlichkeitsveränderungen einhergehen. Eine Entscheidung über die Blutspende hängt letztlich davon ab, was, wann und wie konsumiert wurde und ob Wirkungen oder Auswirkungen erkennbar sind oder nicht. Die letzte Entscheidung trifft der Arzt vor Ort.


18. Waren Sie innerhalb der letzten 4 Monate in Haft?

(Falls ja ist eine Blutspende bis zum Ablauf der genannte Frist nicht möglich)

Bei Unterbringung in Sammelunterkünften wie Haftanstalten kann das Risiko für den Erwerb von durch Blut übertragbaren Infektionskrankheiten erhöht sein. Daher gilt in solchen Fällen eine Rückstellungsfrist von vier Monaten nach Haftentlassung (siehe auch Frage 11).

 

19. Haben Sie in den letzten 4 Monaten Spritzen erhalten, die nicht vom Arzt verschrieben wurden (z. B. Muskelaufbaupräparate)?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist) 

Die Verwendung von Spritzen, die nicht vom Arzt verschrieben wurden, ist missbräuchlich. Da solche Präparate (vor allem Muskelaufbaupräparate) häufig aus dubiosen Quellen stammen, ist deren Qualität und damit die Auswirkung auf den Gesundheitszustand dessen, der sie einnimmt, nicht sicher zu beurteilen. Hier spielt der Spenderschutz eine ebenso große Rolle wie der Schutz des Patienten!

 

20. • Haben Sie jemals Frischzellen, bzw. Gewebe (Transplantate) oder Gewebeextrakte von Tieren erhalten?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Sind Sie in den letzten 12 Monaten nach Tierkontakt gegen Tollwut geimpft worden?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Erhielten Sie in den letzten 12 Monaten tierisches Serum (z. B. gegen Schlangenbisse)?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Bei dieser Frage gilt es zu erkennen, ob mit dem verwendeten Präparat spezielle Infektionsrisiken einhergehen.

 

21. • Sind Sie außerhalb Europas geboren?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Haben Sie jemals länger als 6 Monate außerhalb Europas gelebt? Wenn ja, wo? Wann?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Waren Sie in den letzten 6 Monaten, auch kurzfristig, im Ausland?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Ein sehr komplexe Frage, deren Bewertung einer sorgfältigen Prüfung bedarf. Hintergrund für die Frage ist, dass manche Infektionskrankheiten in bestimmten Regionen der Welt häufiger auftreten als in anderen. Ist z. B. jemand in einem Land aufgewachsen, in dem die Malaria vorkommt, muss vor einer Zulassung geprüft werden, ob eine Malariainfektion sicher ausgeschlossen werden kann, denn auch eine Malaria kann durch Blut übertragen werden. Aber auch manche Tropenkrankheiten erreichen zunehmend beliebte Ferienregionen der mitteleuropäischen Bevölkerung. So kommt z. B. seit einigen Jahren das sogenannte West Nil-Virus in manchen Urlaubsregionen Süd- und Südosteuropas vor. Über die jeweils notwendige Rückstellungsdauer informiert Sie der Arzt vor Ort.

 

22. Wurde bei Ihnen jemals eine Malaria festgestellt?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Siehe Antwort zu Frage 21.

 

23. Haben oder hatten Sie eine Tuberkulose, Osteomyelitis, Syphilis, Rheumatisches Fieber, Toxoplasmose, Salmonelleninfektion (Typhus- oder Paratyphus), Q-Fieber?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Siehe Antwort zu Frage 21.

 

24. Wurde bei Ihnen jemals eine der folgenden seltenen Erkrankungen festgestellt: Chagas-Krankheit (Trypanosomiasis), Brucellose, Babesiose, Leishmaniose, Lepra, Melioidose, Rückfallfieber, Hasenpest (Tularämie), Fleckfieber oder andere Rickettsiosen?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Siehe Antwort zu Frage 21.

 

25. Haben Sie innerhalb der letzten 4 Wochen Tabletten o. a. Medikamente eingenommen, wie z. B. Antibiotika, Schmerzmittel (auch Aspirin, ASS), Mittel gegen Bluthochdruck oder andere?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Bei Arzneimitteleinnahme muss immer geprüft werden, ob a) die Erkrankung selbst, der die Einnahme zugrunde liegt, eine Gefährdung für Spender oder Empfänger darstellt oder b) das Arzneimittel oder dessen Abbauprodukte ausgelöst durch eine Blutspende schädliche Nebenwirkungen beim Blutspender hervorrufen oder unerwünschte Wirkungen auf den Transfusionsempfänger ausüben kann.

Beispiele:

• Die Einnahme eines Antibiotikums weist darauf hin, dass der Spendewillige vor kurzer Zeit einen bakteriellen Infekt gehabt hat (Empfängerschutz!)

• Die Einnahme bestimmter Herzmedikamente weist darauf hin, dass der Spendewillige durch einen Blutdruckabfall anlässlich einer Blutspende ggf. Schaden nehmen könnte (Spenderschutz!)

• Manche Medikamente z. B. gegen Akne oder Haarausfall können Missbildungen bei Ungeborenen auslösen, wenn z. B. eine Schwangere mit der betreffenden Blutspende versorgt werden muss.

 

26. Haben Sie jemals Tabletten zur Behandlung von Schuppenflechte oder schwerer Akne eingenommen (z. B. Tigason®, Neo-Tigason®, Roaccutan®)?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Siehe Antwort zu Frage 25.

 

27. Wurden Sie in den letzten 4 Wochen geimpft?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Unterschiedliche Impfungen ziehen unterschiedliche Rückstellungsfristen nach sich. Manche Impfungen (z. B. Gelbfieber) sind sog. „Lebendimpfstoffe“. Rückstände des Impfstoffs können Patienten mit unzureichender Immunabwehr durchaus schaden. Andere Impfungen wie z. B. die Grippeimpfung wiederum sind „Totimpfstoffe“, die keiner Einschränkung unterliegen.

 

28. Wurde bei Ihnen oder einem Ihrer Blutsverwandten die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit oder eine ähnliche Erkrankung festgestellt oder bestand jemals ein Verdacht auf eine dieser Erkrankungen?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Bei manchen seltenen Erkrankungen kann die Wissenschaft bis heute nicht mit Bestimmtheit ausschließen, dass sie durch Blut von Mensch zu Mensch übertragbar sind. Sicher ist sicher!

 

29. • Wurden Sie vor 1993 mit Hormonen der Hirnanhangdrüse, z. B. wegen Wachstumsstörungen, Unfruchtbarkeit, Endometriose behandelt?

Haben Sie jemals Hornhaut -, Hirnhaut - oder andere Transplantate erhalten?

(hier erfolgt eine Prüfung durch den Arzt, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Das unter Frage 28 Gesagte gilt auch für die hier genannten Medikamente / Transplantate.

 

30.

Haben Sie sich in der Zeit zwischen dem 01.01.1980 und 31.12.1996 insgesamt länger als 6 Monate im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland aufgehalten?

Sind Sie im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland nach dem 01.01.1980 operiert worden oder haben Sie dort eine Blutübertragung (rote Blutkörperchen, Blutplättchen, Blutplasma) erhalten?

(Falls ja ist eine Blutspende leider nicht möglich)

Das unter Frage 28 Gesagte gilt auch für Aufenthalte / Operationen / Transfusionen im Vereinigten Königreich in der genannten Zeit.

 

BILDER ZUM BEITRAG

KOMMENTARE ZUM BEITRAG

Ennigerloher 25.07.2018, 12:01 Uhr

Der Fragebogen führt m.E. weder zu mehr Sicherheit für den Spender noch für den Empfänger. Er hat nur dazu geführt, dass auch ich mich aus dem Spenderkreis verabschiedet habe. Wie will ich denn ausschließen, dass meine Nachbarin als DRK-Helferin den in Papierform vorliegenden Fragbeogen liest, nur um mal zu sehen, was ihr Nachbar denn so für Vorlieben hat?

BSD West 20.07.2018, 15:12 Uhr

Hallo baumann,

mit der Einwilligungserklärung am Ende des Fragebogens bestätigen Sie, dass Sie die Fragen wahrheitsgemäß und nach bestem Wissen und Gewissen ausgefüllt haben. Der Fragebogen trägt zu Ihrer Sicherheit und der des späteren Spenderempfängers bei und muss dementsprechend ehrlich beantwortet werden. Auch wenn Sie sich körperlich gut fühlen bedeutet das nicht automatisch, dass Sie auch spendefähig sind - um das festzustellen durchläuft jeder Spende die Anamnese mit dem Arzt vor Ort.

Beste Grüße
BSD West

baumann 20.07.2018, 12:58 Uhr

was ist wenn ich die fragen mit nein beantworte obwohl sie eigendlich ja heisen müsste? wenn ich ich mich gut fühle kann ich auch spenden.

BSD West 30.04.2018, 15:49 Uhr

Hallo Irritierter,

es stimmt, dass die ursprüngliche Richtline von 2010 stammt, allerdings gab es letztes Jahr eine Novelle, so dass die aktuelle Richtlinie aus 2017 ist. Die persönlichen Frage, die du ansprichst sind nicht zur Erfassung und Archivierung des Spenders notwendig - sie sind notwendig, um die Spendefähigkeit des Spenders zu bestimmen und ggf. Risikofaktoren, die für Spender und Empfänger eine Gefahr darstellen, bereits vor der Blutspende identifizieren zu können. Der Fragebogen dient dabei vor allem als Werkzeug für die Anamnese durch den Arzt vor Ort und nicht wie du suggerierst, um Verantwortung zu vermeiden. Bezüglich der Archivierung der Fragebögen bringt evtl. der "³11 Spenderdokumentation, Datenschutz" aus dem TFG Aufschluss über die Fristen:

"(1) Jede Spendeentnahme und die damit verbundenen Maßnahmen sind unbeschadet ärztlicher Dokumentationspflichten für die in diesem Gesetz geregelten Zwecke, für Zwecke der ärztlichen Behandlung der spendenden Person und für Zwecke der Risikoerfassung nach dem Arzneimittelgesetz zu protokollieren. Die Aufzeichnungen sind mindestens fünfzehn Jahre, im Falle der §§ 8 und 9 Abs. 1 mindestens zwanzig Jahre und die Angaben, die für die Rückverfolgung benötigt werden, mindestens dreißig Jahre lang aufzubewahren und zu vernichten oder zu löschen, wenn die Aufbewahrung nicht mehr erforderlich ist. Sie müssen so geordnet sein, dass ein unverzüglicher Zugriff möglich ist. Werden die Aufzeichnungen länger als dreißig Jahre nach der letzten bei der Spendeeinrichtung dokumentierten Spende desselben Spenders aufbewahrt, sind sie zu anonymisieren.
(1a) Bei hämatopoetischen Stammzellzubereitungen aus dem peripheren Blut oder aus dem Nabelschnurblut ist für die Rückverfolgung zusätzlich die eindeutige Spendennummer gemäß § 2 Nummer 21 der Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungsverordnung zu protokollieren und aufzubewahren. Das Bundesministerium für Gesundheit wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung, die der Zustimmung des Bundesrates bedarf, von der Verpflichtung nach Satz 1 Ausnahmen vorzusehen.
(2) Die Spendeeinrichtungen dürfen personenbezogene Daten der spendewilligen und spendenden Personen erheben, verarbeiten und nutzen, soweit das für die in Absatz 1 genannten Zwecke erforderlich ist. Sie übermitteln die protokollierten Daten den zuständigen Behörden und der zuständigen Bundesoberbehörde, soweit dies zur Erfüllung der Überwachungsaufgaben nach dem Arzneimittelgesetz oder zur Verfolgung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten, die im engen Zusammenhang mit der Spendeentnahme stehen, erforderlich ist. Zur Risikoerfassung nach dem Arzneimittelgesetz sind das Geburtsdatum und das Geschlecht der spendenden Person anzugeben."

Beste Grüße
BSD West

noch ein irritierter 27.04.2018, 15:01 Uhr

Fassen wir kurz zusammen: die Richtlinie auf die sich bezogen wird ist von 2010 - der Fragebogen von 2017. Was hat sich geändert das zur automatischen Erfassung und Archivierung so persönliche Fragen notwendig sind? Die Sicherheit auf eine falsch angekreuzte Frage verweisen zu können und damit evtl. Verantwortlichkeiten aus dem Weg gehen zu können? Vermeidung des aufwendigeren Weges über verlängertes Arztgespräch oder Untersuchungen durchführen zu müssen und selber in die Verantwortung zu gehen? Nur zur Erinnerung: jeder Fragebogen wird gescannt und archiviert - auf Jahre hinaus.

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