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Poststreik hat Auswirkungen

12.06.2015

Heinz Kapschak

Ärgerlich – In den vergangenen Tagen konnte festgestellt werden, dass der Poststreik für die Blutspende in einigen Orten sehr negative Konsequenzen hat. Da wir im Mai Spendenrückgänge um bis zu zehn Prozent verzeichnet haben, verschicken die Abteilungen Öffentlichkeitsarbeit zurzeit kurzfristig Erinnerungsbriefe mit besonderer Dringlichkeit. Diese kommen aber offenbar nicht immer rechtzeitig an.

Derzeit versucht die Öffentlichkeitsarbeit über verschiedene Massnahmen die Spender zu informieren. Dabei wird auf alt Bewährtes, wie zum Beispiel Lautsprecherfahrten durch das Ehrenamt, gesetzt. Natürlich wurden auch die Medien entsprechend informiert und um Hilfe gebeten.

Mittlerweile gibt es schon die ersten Engpässe, die die Regelversorgung der Krankenhäuser gefährden kann. Und das auch bei Blutgruppen, bei denen man snst keine Engpässe kennt.

Vorbeugen ist schwierig, denn Blutspenden sind nur begrenzt lagerfähig. Die roten Blutkörperchen, die Erythrozyten können für 42 Tage gelagert werden. Die Blutplättchen, die Thrombozyten sind sogar nur vier Tage nach der Spende haltbar. Nur das Plasma kann tiefgefroren bis zu zwei Jahre eingelagert werden.

Und da jede Patientin und jeder Patient möglichst mit den frischesten Blutpräparaten versorgt werden soll, kommt es jetzt insbesondere auf die Spenderinnen und Spender an. An erster Stelle steht dabei die Blutgruppe Null Rhesus negativ, denn sie kann für Patienten aller Blutgruppen verwendet werden. Aber nur etwa sechs Prozent der Bevölkerung hat diese Blutgruppe und für die Träger dieser Gruppe kommt auch nur Null Rhesus negatives Blut in Betracht, wenn sie es selbst benötigen.

Folglich ist hier immer Mangel vorgegeben. Genauso wichtig sind aber auch die anderen Rhesus negativen Blutgruppen und die Blutgruppen A und Null Rhesus positiv. Diese beiden Blutgruppen sind bei über siebzig Prozent der Bevölkerung vertreten.

Werktäglich werden vom DRK-Blutspendedienst West etwa 3.500 Blutkonserven an die Kliniken und Arztpraxen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ausgegeben. Entsprechend werden bei den bis zu 45 Blutspendeaktionen des DRK auch täglich etwa 4.000 bis 4.200 Spenderinnen und Spender benötigt, um eine ausreichende Patientenversorgung aufrecht halten zu können.

Auf den gleichmäßigen Nachschub durch regelmäßiges Spendeaufkommen kommt es an, um eine gesicherte Patientenversorgung gewährleisten zu können. Der DRK-Blutspendedienst West sichert die Grundversorgung mit Spenderblut in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

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