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Schlüsselerlebnis mit Schweißperlen

29.06.2015

Heinz Kapschak

Vor ein Paar Wochen haben wir auf unserer Facebookseite gefragt, ob uns jemand eine Geschichte zu seinem Schlüsselbund erzählen möchte. Eine schöne Geschichte, die wir auch Hier vorstellen möchten, kommt aus Frankeneck in Rheinland-Pfalz. Norbert Fiebig hat sie aufgeschrieben und uns geschickt. Dafür vielen Dank.

Meine Geschichte zum Schlüsselbund wurde von mir erlebt vor etlichen Jahren und hat mich einige Schweißperlen gekostet.

Vor vielen Jahren musste ich berufsbedingt im Opelwerk Bochum an einer Lackierstraße für Kadett mitarbeiten. Diese Lackierstraße wurde überarbeitet. Es wurden neue Lackierroboter eingebaut und das Lackierverfahren modernisiert. Unter anderem wurde ein Wasserspülsystem eingebaut, das den Lack, der beim Lackieren nicht auf der Karosserie landet, zu einem Filtersystem und zu einer Wasseraufbereitungsanlage transportiert.

Im Verlauf der Arbeiten musste ich auch an einem Sensor arbeiten, der in der Nähe des Wasserablaufes montiert war. Unglücklicherweise rutschte mir mein Schlüssel aus der Hosentasche und schlitterte über eine Schräge direkt in das Wasserablaufsystem und von dort direkt in das Ablaufrohr. Was ein Glück, das die Wasserspülung während der Umbauarbeiten nicht in Betrieb war.

Also suchte ich die Monteure auf, die an dem Wassersystem arbeiteten. Ich erklärte, was passiert war und fragte ob man das Wasserablaufrohr nicht an der Stelle öffnen könne, um an den Schlüssel zu gelangen. Die Monteure erklärten mir, das in ca. einer Stunde ein Probelauf des gesamten Systems angesetzt sei. Und das es unmöglich wäre in dieser Zeit da noch was zu erreichen. Ich fragte ob es denn möglich wäre, den Schlüssel nach dem Probelauf aus dem Filter zu entnehmen.

Diese Frage rang dem Monteur ein mitleidiges Lächeln von den Lippen und er sagte: "Ja wenn denn noch was von dem Schlüssel übrig wäre könnte ich versuchen die Teile zu finden."

Das machte mir schlagartig klar, das Wohnungs-, Auto-, Hotelzimmer-, Spint,- Werkzeugkasten- und sonstige Schlüssel unweigerlich verloren wären, wenn ich die nicht vor dem Probelauf wieder bekäme.Schnell organisierte ich mir einen langen Draht (ca. 5 Meter war das Fallrohr, in dem der Schlüsselbund verschwand).

Ich versuchte mit diesem Draht das Schlüsselbund zu angeln. Qualvolle Minuten verstrichen, bis ich das erste Mal Kontakt zu dem Schlüssel hatte, geangelt war der aber damit noch lange nicht. Doch es gelang mir nur Minuten vor dem Probelauf schließlich den Schlüsselbund vor den Wasserfluten zu retten.

Außerdem gibt es an dem abgebildeten Schlüsselbund noch eine Besonderheit. Wer kennt das ovale Plättchen an dem Schlüsselbund? Dieses habe ich auch vor vielen Jahren bekommen und es ist eine sehr sinnvolle Idee gewesen. Der DRK-Blutspendedienst West hat diese Schlüsselanhänger vor vielen Jahren verteilt. Es ist ein Schlüsselbundanhänger mit einer individuellen Schlüsselnummer.

Sollte ich den Schlüssel verlieren, kann dieser in jedem Postkasten eingeworfen werden und beim Blutspendedienst kann ich mich informieren, ob der Schlüssel gefunden wurde.

BILDER ZUM BEITRAG

KOMMENTARE ZUM BEITRAG

Petra Schulz 06.07.2015, 15:10 Uhr

Tolle Geschichte, da bricht einem beim Lesen schon der Schweiß aus den Poren :-) ... zum Glück alles nochmal gut gegangen!!!!

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