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Tipps um bei Hitze einen kühlen Kopf zu bewahren

27.07.2018

Gregor Fischer

Ein Blick aufs Thermometer reicht und man gerät buchstäblich ins Schwitzen. Die aktuelle Hitzewelle drückt nicht nur auf das Gemüt, auch der Kreislauf gerät ins Wanken. Um beim Blutspenden und auch sonst im Alltag nicht unter den Rekordtemperaturen einzuknicken, haben wir ein paar Tipps, die die quälenden Temperaturen erträglicher machen.

Richtig essen & trinken

- Viel trinken! Durch das Schwitzen verliert der Körper mehr Flüssigkeit als sonst, über den Tag verteilt sollte man 3 – 4 Liter Wasser trinken, um den Verlust auszugleichen

- Auf Alkohol und Kaffee verzichten: Auch wenn’s weh tut, Alkohol und Kaffee belasten den Kreislauf, das kann der Körper bei den Temperaturen nicht gebrauchen

- Lieber lauwarm statt eiskalt: Kalte Getränke wirken erfrischend, der Temperaturunterschied fördert aber das Schwitzen und damit den Flüssigkeitsverlust. Ideal sind Getränke ca. 2 Grad unter Zimmertemperatur

- Früchte essen: Melonen und Ananas unterstützen die Flüssigkeitsaufnahme und enthalten außerdem wichtige Mineralstoffe, die der Körper durch Schweiß verliert

- Nüsse und Suppen: Der Körper verliert auch Salz durch das Schwitzen, das man am besten durch gesalzene Nüsse, leichte Suppen oder Serrano-Schinken zurückgewinnt

Kleidung

- Hut aufsetzen: Hüte und Mützen in hellen Farben helfen die Schaltzentrale des Körpers vor Hitze schützen. Besonders für Kinder ein absolutes Muss!

- Luftige Kleidung: Baumwolle und Leinen lassen selbst kleine Luftzüge durch und sorgen so für Erfrischung im Alltag

- Funktionswäsche tragen: Funktionswäsche ist ideal, da sie Feuchtigkeit und Wärme nach außen abgibt
Leichtes Schuhwerk: Enge Schuhe sorgen nicht nur für Schweißfüße, sie pressen außerdem Venen zusammen

Gesundheit

- Auf Anzeichen achten: Übelkeit, Schwindel und Benommenheit können Anzeichen für Hitzekollaps sein. Also raus aus der Sonne, viel Trinken und Salziges essen. Wenn es nach 30 Minuten nicht besser geht, ab zum Arzt!

- Siesta halten: Wenn der Job es erlaubt hilft ein Nickerchen zwischen 12 und 15 Uhr die heißesten Stunden des Tages zu verschlafen und

- Sport meiden: In dieser Zeit sollte man auch auf Sport und (wenn möglich) schwere Arbeiten verzichten – die Anstrengung kann der Körper nur schwer verkraften!

- Beine hochlegen: Wer mit Venenproblemen zu kämpfen hat, sollte die Beine hochlegen und sich öfter auf die Zehenspitzen stellen (10 bis 20 mal am Tag) um die Muskel-Venen-Pumpe in Schwung zu bringen

- Arzneimittel prüfen: Einige Medikamente müssen bei großer Hitze anders eingenommen werden, besonders bei blutdrucksenkenden Mitteln kann eine Anpassung der Dosierung nötig sein. Also Packungsbeilage lesen und den Arzt fragen!

Hausmittel

- Kaltes Wasser über Unterarme fließen lassen: Das hilft zu erfrischen und unterstützt außerdem das Herz-Kreislauf-System beim Kampf gegen die Hitze

- Erfrischungsspray basteln: Einfach grünen Tee aufkochen, abkühlen lassen und in eine Sprühflasche füllen. Den Tee zwischendurch ins Gesicht sprühen und sich erfrischen lassen

- Kalte Sohlen: Einweg-Sohlen über Nacht in den Kühlschrank legen und am Tag danach in die Schuhe stecken. Beim Laufen kühlen die Sohlen

- China-Öl: 3-4 Tropfen China-Öl auf einen in eiskaltes Wasser getränkten Waschlappen träufeln und damit den Körper abreiben. Die Verdunstungskälte erfrischt!

Auch wenn die Hitze plagt, Blutspenden werden auch bei Rekordtemperaturen benötigt! Wer sich gesund und fühlt kann trotz der Wärme Blut spenden. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, ausreichend zu trinken und zu essen. Termine in der Nähe findet man wie immer hier auf unserer Website

 

 

BILDER ZUM BEITRAG

KOMMENTARE ZUM BEITRAG

BSD West 03.08.2018, 14:03 Uhr

Hallo Herr Hörnich,

bitte fassen Sie die Rückstellung nicht als Strafe für Ihre Ehrlichkeit auf! Wir können absolut nachvollziehen, dass es frustrierend ist, sich engagieren zu wollen und dann wegen einer vermeintlichen Kleinigkeit abgewiesen zu werden. Allerdings ist in den Richtlinien zur Hämotherapie der Bundesärztekammer unter Punkt 2.2.4.3.2.1 - Infektionen klar definiert, dass Spender mit einer Durchfallerkrankung unklarer Ursache zeitlich begrenzt für 4 Wochen von der Blutspende zurückgestellt werden müssen. Als Blutspendedienst sind wir durch das Transfusionsgesetz nicht nur rechtlich an die Einhaltung der Richtlinien gebunden, sie dienen auch ganz konkret zum Schutz der Spender sowie Empfänger einer Blutspende. Die Rückstellung dient also nicht dazu, sie von der Spende auszuschließen, sondern die Empfänger Ihres Blutes vor Infektionen zu schützen.

Beste Grüße
BSD West

Thorsten Hörnich 28.07.2018, 09:34 Uhr

Leider wurde ich bei meinen letzten Versuch Blutzu Spenden enttäuscht weil ich ehrlich war. So mußten sie leider auf mein Blut verzichten. Nur weil ich sagte das ich ca eine Woche davor kurz Durchfall hatte durfte ich nicht Blut spenden und sollte lange pausieren. Frustrierend.
Lg Thorsten Hörnich

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