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Wichtig: Lichtbildausweis mitbringen!

21.08.2017

Gregor Fischer

Mit Inkrafttreten der neuen Hämotherapie-Richtlinien muss ein amtlicher Lichtbildausweis mitgeführt werden, um zur Blutspende zugelassen zu werden.

Lange haben sie sich angekündigt, nun sind sie endlich da: Die neuen "Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten" treten in Kraft. Für unsere Blutspender ändert sich vor allem, dass sie künftig einen amtlichen Lichtbildausweis (z.B. Personalausweis, Reisepass, Führerschein) zur Spende mitbringen müssen.

Wozu wird der amtliche Lichtbildausweis gebraucht?

In den Richtlinien findet sich in Abschnitt 2.2.4 Auswahl des Spenders der entscheidende Absatz: "Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen. Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes." Der amtliche Lichtbildausweis ist also deshalb erforderlich, damit der Arzt im Vorgespräch zweifelsfrei die Identität des Blutspenders feststellen kann - schließlich handelt es sich um ein vertrauliches Arztgespräch, in dem sensible medizinische Informationen ausgetauscht werden. Auch zum Schutz der Spendeempfänger muss die Identität eines Blutspenders zu jeder Zeit zweifelsfrei nachvollziehbar sein.

Aber ging es früher nicht auch ohne?

Die Richtlinien zur Hämotherapie werden von der Deutschen Bundesärztekammer in Zusammenarbeit mit dem Paul-Ehrlich-Institut entwickelt. Sie stellen laut dem Transfusionsgesetz den allgemein anerkannten Stand der medizinischen Wissenschaft und Technik für die Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen dar. Die letzte Aktualisierung der Richtlinien erfolgte 2010; auch in Zukunft werden die Richtlinien angepasst werden, wenn neue Entwicklungen in der medizinischen Wissenschaft und Technik dies notwendig machen sollte. Für manche langjährigen Blustpender mag das schwer nachzuvollziehen sein, schließlich kennt man sich seit Jahren. Doch die Richtlinien sind für den DRK Blutspendedienst West und alle Blutspendedienste in Deutschland bindend und müssen umgesetzt werden.

Wir bedanken uns deshalb bei allen Blutspendern für ihr Verständnis!

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KOMMENTARE ZUM BEITRAG

L.Diepenbrock 12.09.2017, 15:00 Uhr

Mit Verlaub, ich halte die Umsetzung der Richtlinie für verfehlt.
Was nutzt es wenn ich den Ausweis beim Arzt vorzeige. Richtig wäre es den Ausweis direkt vor der Blutabnahme vorzuweisen. Was hat der Arzt davon, dass er weiß wen er vor sich hat. Es geht doch wohl darum, dass der Spender dem Blut zugeordnet werden kann. Also wenn ein Abgleich doch dann unmittelbar vor der Blutentnahme.
Vielleicht kann das mal diskutiert werden.
MfG
L. Diepenbrock

Carina Merschbrock 12.09.2017, 13:44 Uhr

Hallo. Am 12.08. habe ich einen neuen Ausweis (Nr. 40055112487) beantragt u er ist noch nicht da...?!
LG

Peter Uenning 12.09.2017, 12:39 Uhr

Im Rheinland sagt man "Wat soll de Quatsch" Das gilt dann jetzt auch wohl hier im Münsterland. Lichtbild auf Spenderkarte wäre gut gewesen. Lichtbild mit Account beim BSD auch. Okay das war´s dann auch. Will man Spender abschrecken oder läuft man nur hinter den Bürokraten her denen mal wieder was eingefallen ist um ihre Existenzberechtigung zu unterstreichen?

Reiner Becker 12.09.2017, 10:40 Uhr

Da wiehert mal wieder die Bürokratie und nimmt seinen Lauf<< durch die Ausstellung der neuen Blutspendeausweise im Scheckkarten-Format, ist doch mit 100% Sicherheit gewährleistet, das dieser Blutspender/rin auch tatsächlich die Person ist<< das ist eben der unnötige deutsche Amtsschimmel<< daran erstickt Deutschland irgeng wann<<
Besten Gruß, Reiner

Peter Schilling 12.09.2017, 06:41 Uhr

Es ist wieder ein Stück unnötige Bürokratie mehr, letztendlich sollte ja entscheidend sein, ob das Blut - nach der Analyse - verwendbar ist oder nicht. Woher es kommt sollte da weniger relevant sein.
Zum Blutspenden konkret: letzte Woche in 76879 Hochstadt - eine Katastrophe. Nichts hat funktioniert, die Warteschlange war so lang, dass ich wieder heimging und nicht gespendet habe - es war unzumutbar und das nicht zum ersten Mal.
Bitte um Nachricht, wo ich spenden kann - aber möglichst gut organisiert ohne lange Wartezeit, ansonsten war's das.

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