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DRK-Blutspendedienst West eröffnet modernste zentrale Herstellung für Blutpräparate Europas

28.09.2018

Stephan David Küpper

Am 28. September 2018 wurde in Anwesenheit des Ministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann, mit einem Festakt der Neubau der zentralen Herstellung des DRK-Blutspendedienst West in Hagen gefeiert.

Rund 100 geladene Gäste konnten sich direkt vor Ort, bei laufenden Betrieb, vom dem neuen Konzept und der Leistungsfähigkeit bei der Herstellung von Blutpräparaten überzeugen. Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gratulierte dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes zur Eröffnung der neuen zentralen Herstellung und dankte allen Spenderinnen und Spendern, die freiwillig ihr Blut zur Versorgung anderer Menschen zur Verfügung stellen: „Ohne die moderne Transfusionsmedizin wären viele Operationen und Behandlungen gar nicht möglich. Das meiste Blut wird heute nicht bei akuten Blutverlusten wie etwa bei Unfällen benötigt, sondern zur Behandlung von Krebspatienten. Der demographische Wandel führt aber dazu, dass viele Menschen, die spenden wollen, aus Altersgründen nicht mehr zur Blutspende zugelassen werden. Deshalb brauchen wir dringend einen Zuwachs an Spenderinnen und Spender.“

Vom ersten Spatenstich bis zum Umzug konnte das Großprojekt in nur 14 Monaten realisiert werden. Die Herstellung von Blutprodukten (Thrombozyten, Erythrozyten und Plasmapräparate) sowie Spezialpräparaten für die Versorgung der Einrichtungen der Krankenversorgung findet nunmehr für die Länder Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland zentral am Standort Hagen statt. Künftig können täglich bis zu 4.000 Blutkonserven verarbeitet werden. Damit trägt der Blutspendedienst West zu einer nachhaltigen Absicherung von Arbeitsplätzen am Standort Hagen bei, und ist ein Garant für die Versorgung der Bevölkerung mit Blutprodukten und der medizinischen Daseinsvorsorge in Deutschland.

Alle Blutspenden eines Tages werden noch am selben Abend in die zentrale Herstellung des Blutspendedienstes nach Hagen befördert und dort weiterverarbeitet.  Unter streng kontrollierten Bedingungen wird das Blut mit modernsten Geräten in seine Bestandteile aufgetrennt und für medizinische bzw. therapeutische Zwecke verarbeitet.

Während zur Transfusion freigegebene Erythrozyten- und Thrombozytenkonzentrate sowie therapeutisches Plasma über die dezentralen Standorte des DRK-Blutspendedienstes West (Bad-Salzuflen, Münster, Hagen, Breitscheid, Bad-Kreuznach) an Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte ausgeliefert werden, wird ein Großteil des gewonnenen Plasmas in Tiefkühlhäusern zwischengelagert. Backup-Lösungen sorgen dafür, dass überlebensnotwendiges Blut auch in Krisenfällen für Therapie und Notfallversorgung zur Verfügung steht.

Mit dieser Investition in den Zentralbereich Herstellung wird der Standort Hagen quasi das Herzstück des Blutspendedienstes bei der Versorgung mit Blutpräparaten in den drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Blut kann jedoch nur zu therapeutischen Präparaten weiterverarbeitet werden, wenn es genügend Menschen gibt, die bereit sind, 500 ml Lebenssaft zu spenden. Der Generationenvertrag zwischen jüngeren und gesunden Menschen und den  Patienten, die dringend auf Blut angewiesen sind, muss immer wieder erneuert werden. Alleine in den kommenden drei Jahren benötigt der DRK-Blutspendedienst West 60.000 neue aktive BlutspenderInnen, um die Basis für eine sichere Versorgung der Kliniken halten zu können.

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