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Katharina wäre fast verblutet aber Katharina lebt - dank Eurer Blutspenden!

25.07.2018

Stephan David Küpper

Die Geburt eines Kindes ist für alle Eltern ein höchst emotionaler und wunderbarer Moment in ihrem Leben. Was passiert, wenn das pure Glück ganz unvermittelt reißt, musste die 27-jährige Katharina erleben, denn nach der Geburt ihrer Tochter kam es zu ernsthaften Komplikationen. Die Gebärmutter hat sich nicht, wie normal üblich, zusammengezogen.

Eine sogenannte Uterusatonie ist eine Kontraktionsschwäche der Gebärmuttermuskulatur, die nach der Geburt des Kindes auftreten kann. Die Gebärmutter zieht sich nicht zusammen, wodurch ein lebensgefährlicher Blutverlust entstehen kann. Sie ist die häufigste Ursache für den Tod der Mutter nach der Geburt. Auch für Katharina war die Situation lebensbedrohlich, noch dazu, weil sie die Blutgruppe 0 negativ hat.  „In jener Nacht haben wir insgesamt fünf Blutkonserven der Gruppe 0 negativ geben müssen“, fasst der Chefarzt der Mutter-Kind-Klink an den Städtischen Kliniken Mönchengladbach, Dr. Harald Lehnen, die dramatischen Stunden zusammen. „Mit Blaulicht haben wir vom DRK Nachschub der seltenen Blutgruppe bekommen“, ergänzt Yüksel Aydogan, verantwortlicher Oberarzt für das Transfusionswesen. Es galt die Notfallreserve an 0 negativ unverzüglich aufzufüllen: „Zur Not müssen solche Blutkonserven eingeflogen werden", so Aydogan.

"Das Beispiel der Patientin Katharina macht deutlich, dass Blutspenden nicht nur bei Unfällen lebensrettend sind," sagt Dr. Lehnen, der ebenfalls verdeutlicht, dass der Faktor Zeit in solch einem Fall sehr entscheidend ist. Das Vorhandensein einer passenden Blutkonserve kann mitunter über Leben und Tod entscheiden. In der größten Geburtsklinik Nordrhein-Westfalens kommt es in der Geburtshilfe jährlich zu fünf bis sechs solcher Komplikationen. In solchen Fällen kommt neben der Gabe von Blutkonserven auch das sogenannte ROTEM Gerät (Rotationsthrombelastographie) zum Einsatz, mit dem bettseitig innerhalb kürzester Zeit am blutenden Patienten bestimmt werden kann, welche Gerinnungsfaktoren fehlen, um diese gezielt zu ersetzen und eine gerinnungsbedingte Blutung zu verhindern.“ Dennoch, so der Ärztliche Direktor: „Wir müssen die Menschen aus ihrer Komfortzone herausholen, es müssen so viele Menschen wie möglich Blut spenden. Blutkonserven sind lebensrettend. Und es kann jeder in jeder Sekunde auf solch eine Spende angewiesen sein.“
Katharina ist heute die glückliche Mutter einer gesunden Tochter. Das verdankt sie verantwortungsvoll handelnden Ärzten und den Menschen, die irgendwann ihr Blut für sie gespendet haben, ohne zu wissen, dass sie Katharina damit das Leben retten. Dass dies nicht selbstverständlich ist, weiß auch Katharina: "Ich würde mich freuen, wenn es mehr Menschen gäbe, die Blut spenden gehen, denn ich weiß ja aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist".

Die Städtischen Kliniken Mönchengladbach reden übrigens nicht nur über die Blutspende, sie handeln auch - seit 10 Jahren finden dort regelmäßig Blutspendetermine des DRK statt!
Weitere Infos unter www.sk-mg.de und www.blutspendedienst-west.de

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